Adventskonzert begeistert die Zuhörer.

Ein gelungenes Adventskonzert mit der Blaskapelle Uetzing.

Uetzing: Momente der Ruhe und Entspannung bot die Uetzinger Blasmusik in einem 90 Minutigen Adventskonzert am Vorabend des dritten Adventssonntag. Dass viele Menschen in den turbulenten Adventstagen diese Entspannung suchen, zeigte der gute Besuch in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer. Wochenlang wurde geprobt, um die ausgewählten Musikarrangements gekonnt darzubieten. Auch ein Probenwochenende in Rappershausen in der Röhn wurde dazu abgehalten. Sowohl die „Nussominis“, die „Nussolinos“ als auch das Hauptorchester ließen mit ihren Beiträgen die Besucher in eine ruhige Adventszeit eintauchen.

Die „Nussominis“ und „Nussolinos“ spielten weihnachtliche Weisen im Konzert.

Die „Nussominis“, die erst seit gerademal ein bis zwei Jahren ein Instrument spielen, konnten ihr erlerntes Können bei „A holly jolly christmas“ und „Alle Jahre wieder“ zeigen. Im Anschluss erfreuten die „Nussolinos“ mit weihnachtlichen Weisen. So war etwa „Es ist ein Ros entsprungen“, Es wird scho glei Dumpa“, „Oh du fröhliche“, „Rocking arrount the christmas tree“ oder „Christmas non stop“ zu hören. Nach einer kleinen Umbauphase wurde das Konzert mit Elias Hertel am Klavier fortgesetzt. Seit September 2016 ist er an der Berufsfachschule für Musik in Kronach und möchte sein Hobby vielleicht zum Beruf machen. In der Blaskapelle findet man ihn eigentlich am Schlagwerk. Von Robert Schuhmann trug schließlich Elias das Stück „Knecht Ruprecht“ vor, das sehr gut in die Vorweihnachtszeit passt. Beim genauen hinhören, konnte man anhand der Klangfarben bemerken, wie Knecht Ruprecht und der Nikolaus in diesem Stück miteinander ringen.

Nun setzte die Blaskapelle Uetzing unter der Leitung von Petr Horejsi den Konzertteil mit „Appalachian Overture“ fort. „Der einsame Hirte“ gehört zu den erfolgreichsten Instrumentalkompositionen von James Last. Der rumänische Flötist George Zamfir hat es auf seiner Panflöte eingespielt, was ihm den internationalen Durchbruch brachte. „George Zamfir können wir heute nicht aufbieten, aber wir haben einen adäquaten Ersatz in unseren eigenen Reihen gefunden“, erklärte der Moderator des Adventskonzerts Elmar Kerner. Die 13-jährige Lea Vogt an der Querflöte übernahm gekonnt den Part dieses wunderschönen Stückes.

Lea Vogt interpretiert den „Einsamen Hirten“ an der Querflöte“.

Der bekannte Blasorchesterarrangeur Stephen Bulla kreierte aus verschiedenen Themen aus dem Film „Die Eiskönigin“ ein spannendes Medley, das die schönsten Momente des Kinofilms eingefangen hat. Musikalisch wurden alle Besucher mit „Symphonic Highlights from Frozen“ in Walt Disney´s die Eiskönigin versetzt. Das Instrument, das im Mittelpunkt des nächsten Stückes stand, hat den griechischen Namen, Euphonium – wohlklingend. Das Solostück „Facedown“ rückte dieses Instrument in den Mittelpunkt. Der Niederländer Sven van Calster hat versucht alle Aspekte, alle Klangfarben und Facetten dieses Instrumentes in seine Komposition einfließen zu lassen, was Solist Michael Bauernschmitt schließlich eindrucksvoll präsentierte.

Michael Bauernschmitt am Solo-Euphonium bei „Facedown“.

Nach einer kurzen Weihnachtsgeschichte, vorgetragen von Andrea Kerner wurde das Konzert mit „A German Christmas“ fortgesetzt. „O Tannenbaum“, „Alle Jahre wieder“ und „Süßer die Glocken nie klingen“ wurden in dem stimmungsvollen Weihnachtsmedley verarbeitet. Ein Weihnachten ohne „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist für viele nicht mehr vorstellbar. Die Blaskapelle und Pius Diller am Klavier hatten die zauberhafte Filmmusik von Karl Svoboda einstudiert. Wenn man genau lauschte, so hörte man beispielsweise, wie Aschenbrödel den jungen Prinzen auf der Jagd trifft, oder die böse Schwiegermutter Aschenbrödels die Szene betritt und dem jungen armen Mädchen das Leben schwer macht. Das fachkundige Publikum dankte den Uetzinger Musikern für ihre gelungene musikalische Darbietung mit reichlich Applaus und verließ die Kirche erst nach „Irish Tune from County Dell“. Die Ballade, in der es um den Abschied von einem geliebten Menschen geht, gilt als inoffizielle Hymne der Iren. Vorsitzender Markus Krappmann dankte zum Schluss Pfarrer i.R. Hans Hübner, dass die Musiker in der Pfarrkirche konzertieren durften und allen freiwilligen Helfern für ihre Unterstützung. Glühwein und Gebäck sorgten nach dem Konzert im Pfarrhof am offenen Feuer für einen gemütlichen Ausklang des Adventskonzertes. Die freiwilligen Spenden kommen der Nachwuchsarbeit, die im Musikverein einen hohen Stellenwert hat, zugute.

Text und Bilder von Gerd Klemenz.

Ein herzliches Dankeschön an Herrn Klemenz für seine Berichterstattung und an die zahlreichen Spender zugunsten unserer Jugend-und Nachwuchsarbeit.

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